Aventin Blog: September 2015

Mittwoch, 30. September 2015

Sag mir vier ungerade Ziffern, deren Summe 14 ergibt? • Zahlenrätsel


Sag mir vier ungerade Ziffern, 
deren Summe, wenn ich sie addiere 
die Zahl 14 ergibt. 

Welche Ziffern sind das?



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Dienstag, 29. September 2015

Oranges and Lemons • Reimwortspiel aus London • Gedicht

http://de.wikipedia.org/wiki/St_Clement_Danes

Reimwortspiel mit den Namen 
von Londoner Gotteshäusern:

"Oranges and Lemons", say the bells of St. Clement´s.,
"Bull´s eyes and targets", say the bells of St. Margaret´s.
"Brickbats and Tiles", say the bells of St. Giles.
"Halfpence and farthings", say the Bells of St. Martin´s.
"Old shoes and slippers", say the bells of St. Peter´s.
"Two sticks and an apple", say the bells of Whitechapel.
"Pokers and tonges", say the bells of St. John´s.
"Kettles and pans", say the Bell´s of St. Anns.
"Old Father Baldpate", say the slow bells of Aldgete.
"You owe me ten shillings", say the bells of St. Helen´s.
"When will you pay me?", say the Bells of Old Bailey.
"When I grow rich", say the bells of Shoreditch.
"Pray when will that be?", say the Bells of Stepney.
"I do not know", say the great bell of Bow.
Here comes a candle to light you to bed.
chip chop - chip chop - tha last men´s dead.''






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Montag, 28. September 2015

Die Schlange und der Landmann • Vergessen & Erinnern • Fabel von Aesop

Eine Schlange, welche ihren Verschlupf im Vorhofe eines Landmannes hatte, tötete dessen kleines Kind, worüber die Eltern in tiefe Trauer gerieten. In seiner Betrübnis ergriff der Vater ein Beil und wollte die Schlange, sobald sie hervorkäme, totschlagen. Wie sie nun den Kopf ein wenig herausstreckte, wollte er schnell auf sie loshauen, allein er verfehlte sie und traf nur die Öffnung ihres Schlupfwinkels. Nachdem sich die Schlange wieder in ihr Loch zurückgezogen hatte, glaubte der Landmann, sie denke nicht mehr an die Beleidigung, nahm Brot und Salz und setzte es vor die Höhle. Die Schlange aber zischte ganz fein und sprach. "Nun und nimmer kann Zutrauen und Freundschaft zwischen uns bestehen, solange ich den Stein sehe und du das Grab deines Kindes." 

Die Fabel lehrt, dass niemand Hass und Rache vergisst, solange er ein Denkmal dessen, was ihn in Betrübnis versetzte, vor Augen hat.




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Montag, 21. September 2015

Das Rebhuhn und die Hühner • Missgunst • Fabel von Aesop

Ein Hühnerfreund kaufte ein Rebhuhn, um es in seinem Hof mit seinem andern Geflügel laufen zu lassen, allein die Hühner bissen und trieben es stets vom Fressen ab. Dies schmerzte das Tier sehr, denn es glaubte, es geschehe ihm diese Zurücksetzung, weil es fremd sei; betrübt zog es sich in einen Winkel zurück. Bald aber tröstete es sich, als es sah, dass sich die Hühner untereinander ebenso bissen und sprach zu sich: Wenn diese schlechten Tiere Feindseligkeiten sogar gegen sich selbst ausüben, so werde ich wohl eine solche Behandlung mit Gleichmut ertragen können. 

Geiz und Missgunst sind die größten Feinde des Friedens.



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Samstag, 12. September 2015

mene mene tekel upharsin • Belsazar • Ballade • Heinrich Heine

mene mene tekel upharsin

Die Mitternacht zog näher schon;
In stummer Ruh lag Babylon.

Nur oben in des Königs Schloss,
Da flackert's, da lärmt des Königs Tross.

Dort oben in dem Königssaal
Belsazar hielt sein Königsmahl.

Die Knechte saßen in schimmernden Reihn
Und leerten die Becher mit funkelndem Wein.

Es klirrten die Becher, es jauchzten die Knecht`;
So klang es dem störrigen Könige recht.

Des Königs Wangen leuchten Glut;
Im Wein erwuchs ihm kecker Mut.

Und blindlings reißt der Mut ihn fort,
Und er lästert die Gottheit mit sündigem Wort. 

Und er brüstet sich frech und lästert wild;
Die Knechtenschar ihm Beifall brüllt.

Der König rief mit stolzem Blick;
Der Diener eilt und kehrt zurück.

Er trug viel gülden Gerät auf dem Haupt;
Das war aus dem Tempel Jehovahs geraubt.

Und der König ergriff mit frevler Hand
Einen heiligen Becher, gefüllt bis am Rand.

Und er leert ihn hastig bis auf den Grund
Und rufet laut mit schäumendem Mund:

"Jehovah! dir künd' ich auf ewig Hohn, -
Ich bin der König von Babylon!"

Doch kaum das grause Wort verklang,
Dem König ward's heimlich im Busen bang.

Das gellende Lachen verstummte zumal;
Es wurde leichenstill im Saal.

Und sieh! und sieh! an weißer Wand,
Da kam's hervor wie Menschenhand;

Und schrieb und schrieb an weißer Wand
Buchstaben von Feuer und schrieb und schwand.

Der König stieren Blicks dasaß
Mit schlotternden Knien und totenblass.

Die Knechtenschar saß kalt durchgraut
Und saß gar still, gab keinen Laut.

Die Magier kamen, koch keiner verstand
Zu deuten die Flammenschrift an der Wand.

Belsazar ward aber in selbiger Nacht
Von seinen Knechten umgebracht.

- - -

mene mene tekel upharsin
gezählt, gewogen und als zu leicht befunden
die Tage des Königreiches sind gezählt



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Freitag, 11. September 2015

Vom Suchen und Finden • Philosophie • Hermann Hesse


"Wenn jemand sucht", sagte Siddhartha, "dann geschieht es leicht, dass sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht, dass er nichts zu finden, nichts in sich einzulassen vermag, weil er nur immer an das Gesuchte denkt, weil er ein Ziel hat, weil er vom Ziel besessen ist. 

Suchen heißt: ein Ziel haben. 

Finden aber heißt viel mehr: frei sein, offen stehen und kein bestimmtes Ziel haben. 

Viele Menschen sind in der Tat nur Suchende, denn, nur einem bestimmten Ziel nachstrebend, sehen sie manches nicht, was nah vor ihren Augen steht." 



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Donnerstag, 10. September 2015

Die Zentrale • Novelle • Frei nach Kurt Tucholsky


Die Zentrale weiß alles besser. Die Zentrale hat die Übersicht, den Glauben an die Übersicht und eine Mediathek. In der Zentrale sind die Männer und Frauen mit unendlichem Stunk untereinander beschäftigt, aber sie klopfen dir auf die Schulter und sagen: "Lieber Freund, Sie können das von Ihrem Einzelposten nicht so beurteilen! Wir in der Zentrale ..."

Die Zentrale hat zunächst eine Hauptsorge: Zentrale zu bleiben. Gnade Gott dem untergeordneten Organ, das wagte, etwas selbständig zu tun! Ob es vernünftig war oder nicht, ob es nötig war oder nicht, ob es da gebrannt hat oder nicht -: erst muss die Zentrale gefragt werde. Wofür wäre sie denn sonst Zentrale! Dafür, dass sie Zentrale ist! merken Sie sich das. Mögen die draußen sehen, wie sie fertigwerden!

In der Zentrale sitzen nicht die Klugen, sondern die Schlauen. Wer nämlich seine kleine Arbeit macht, der mag klug sein - schlau ist er nicht. Denn wäre er's, er würde sich darum drücken, und hier gibt es nur ein Mittel: das ist der Reformvorschlag. Der Reformvorschlag führt zur Bildung einer neuen Abteilung, die - selbstverständlich - der Zentrale unterstellt, angegliedert, beigegeben wird... Einer hackt Holz, und dreiunddreißig stehen herum - die bilden die Zentrale.

Die Zentrale ist eine Einrichtung, die dazu dient, Ansätze von Energie und Tatkraft der Unterstellten zu deppen. Der Zentrale fällt nichts ein, und die andern müssen es ausführen. Die Zentrale ist eine Einrichtung, unfehlbarer als der Papst, sieht aber lange nicht so gut aus.

Der Mann der Praxis hat's demgemäß nicht leicht. Er schimpft furchtbar auf die Zentrale, zerreißt alle ihre Ukase (Verordnungen, Anweisungen, Erlasse, Befehle) in kleine Stücke und wischt sich damit die Augen aus. Dies getan, heiratet er die Tochter eines Obermimen, avanciert und rückt in die Zentrale auf, denn es ist ein Avancement, in die Mediathek zu kommen. Dortselbst angelangt, räuspert er sich, rückt an der Krawatte, zieht die Manschetten gerade und beginnt, zu regieren: als durchaus gotteingesetzte Zentrale, voll tiefer Verachtung für die einfachen Männer und Frauen der Praxis, tief im unendlichen Stunk mit den Zentral-Kollegen und Kolleginnen - so sitzt er da wie die Spinne im Netz, das die andern gebaut haben, verhindert gescheite Arbeit, gebietet unvernünftige und weiß alles besser.

(Diese Diagnose gilt für Kleinkinderbewahranstalten, Ministerien, Krankenkassen, Versicherungen, Verwaltungen, Banken und Medien aller Klassen, und ist selbstverständlich eine scherzhafte Übertreibung, die für einen Betrieb nicht zutrifft: für deinen.)



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Mittwoch, 9. September 2015

Dienstag, 8. September 2015

Der Geist des Salomo • Alles zu seiner Zeit • Fabel von Lessing

Ein ehrlicher Greis trug des Tages Last und Hitze, sein Feld mit eigener Hand zu pflügen und mit eigener Hand den reinen Samen in den lockern Schoß der willigen Erde zu streuen. 

Auf einmal stand unter dem breiten Schatten einer Linde eine göttliche Erscheinung vor ihm da! Der Greis stutzte. "Ich bin Salomo", sagte mit vertraulicher Stimme das Phantom. "Was machst du hier, Alter?"  

"Wenn du Salomo bist", versetzte der Alte, "wie kannst du fragen? Du schicktest mich in meiner Jugend zu der Ameise; ich sah ihren Wandel und lernte von ihr fleißig sein und sammeln. Was ich da lernte, das tue ich immer noch."

"Du hast deine Lektion nur halb gelernt", versetzte der Geist. "Geh noch einmal hin zur Ameise und lerne nun auch von ihr, in dem Winter deiner Jahre zu ruhen und des Gesammelten sich zu erfreuen." 




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Montag, 7. September 2015

Die Frösche und die Schlange • Zufriedenheit • Fabel von Aesop

Die Frösche erbaten sich einst von Jupiter einen König. Er warf ihnen einen Holzklotz zu. Das Getöse jagte sie anfangs in die Tiefe, bald aber wagten sie, ihre Köpfe herauszurecken und ihren neuen König zu betrachten, der noch auf dem Wasser schwamm; und bald hüpften sie kühn auf ihn hinauf, verächtlich grüßten sie ihn als König; erbaten sich dann aber doch einen andern, der auch ein bisschen regieren könne. 

Im Zorn gab ihnen Jupiter eine Schlange, welche ihre Regierung auch sofort mit aller Strenge anfing und einen Untertanen nach dem andern verschlang. Bald blieb dem Überrest nichts übrig, als nochmals um einen andern Oberherrn zu bitten; allein Jupiter sprach mit Donnerstimme: "Euch ist geschehen, wie ihr wolltet! Ertragt nun dies Unglück mit Fassung!" 

Der Unzufriedene lernt immer zu spät, dass das Alte besser war.



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Donnerstag, 3. September 2015

Der alte Indianer und die Wölfe • Allegorische Weisheit

Ein alter Indianer erzählte seinem Enkel von einer großen Tragödie und wie sie ihn nach vielen Jahren immer noch beschäftige. „Was fühlst du, wenn du heute darüber sprichst?“ fragte der Enkel. Der Alte antwortete: „Es ist als ob zwei Wölfe in meinem Herzen kämpfen. Der eine Wolf ist wütend und zornig. Der andere ist großmütig und liebevoll.“ Der Enkel fragte: „Welcher Wolf wird den Kampf in deinem Herzen gewinnen?“ „Der Wolf, den ich füttere!“ sprach der Alte.








Mittwoch, 2. September 2015

Zwei Eisenkugeln wiegen zusammen 110 Kilogramm • Rätsel


Zwei Eisenkugeln wiegen zusammen 110 Kilo. 
Die große wiegt 100 kg mehr als die kleine!
Wie viel kg wiegt die kleinere Kugel?



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Dienstag, 1. September 2015

Zwei Frösche • Nutzen und Schaden • Fabel von Aesop

In einem außerordentlich heißen Sommer war ein tiefer Sumpf ausgetrocknet und die Frösche, die bisherigen Bewohner desselben, mussten sich nach einem andern Wohnort umsehen. Zwei derselben kamen auf ihrer Wanderschaft zu einem tiefen Brunnen, worin es noch Wasser gab. "Ei! Sieh da!" rief der eine. "Warum wollen wir weitergehen? Lass uns hier hinunterhüpfen!" "Halt!" antwortete der andere, "das Hinunterkommen ist zwar ganz leicht, aber wenn auch der Brunnen eintrocknet, wie willst du dann wieder herauskommen?" 

Was dir heute nutzt, das kann dir morgen schaden, darum denke nach, bevor du handelst.



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